Das Deutsche Eck

2 years ago  von  Ingmar Flach     No comments

Das, was wir heute unter dem Deutschen Eck verstehen, ist eigentlich nur eine künstlich aufgeschüttete Landzunge, die auf das ausgehende 19. Jahrhundert zurück geht. Die Bezeichnung Deutsches Eck gab es aber schon viel früher. Ihren Ursprung nimmt sie im Jahr 1216. Hier ruft Erzbischof Theoderich von Wied die Ritter des Deutschen Ordens nach Koblenz. Er schenkt ihnen einen Teil des, an die Kastorkirche angrenzenden Geländes. Auf diesem Gelände errichtete der Orden das heute unter dem Namen Deutschordenshaus bekannt Gebäude. Dieses stand vor der Aufschüttung der Landzunge direkt am Zusammenfluss von Mosel und Rhein und erhielt im allgemeinen Sprachgebrauch die Bezeichnung Deutscher Ordt, die sich später in Deutsches Eck verwandelte.

Erst im Jahr 1888 nahm das Deutsche Eck, so wie wir es heute kennen, wortwörtlich Form an. Kaiser Wilhelm I war gestorben und man überlegte, ihm zu Ehren, ein Denkmal zu bauen. Die Wahl fiel auf Koblenz und der Standort wurde auf den Zusammenfluss der beiden Flüsse festgelegt. Ein zuvor dort angelegter Nothafen, wurde kurzerhand zugeschüttet und so das Areal geschaffen. Am 31. August 1897 wurde das Reiterstandbild offiziell eingeweiht. Im Sprachgebrauch wechselte nun der Begriff Deutsches Eck auf die künstlich geschaffene Landzunge.

 

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